Arthrose in den Fingern: Ursachen, Symptome, Therapie

Gelenkschmerzen in den Fingern: Was tun bei Heberdenarthrose, Bouchardarthrose, Rizarthrose?

Insbesondere Frauen ab dem mittleren Alter sind davon betroffen: Schmerzen, Verdickungen und Entzündungen in den Fingergelenken aufgrund einer Arthrose, einem Verschleiß des Gelenkknorpels, der die Gleit- und Schutzschicht auf den am Gelenk beteiligten Knochen der Hand bildet. Rund 20-30 Prozent aller Frauen leiden irgendwann unter einer Arthrose in den Händen. Besonders oft ist das Daumensattelgelenk (Rhizarthrose), seltener das Daumengrundgelenk betroffen. Unter den restlichen Fingern sind vorrangig Zeige- und Mittelfinger und hier vor allem die kleinen Fingerendgelenke (Heberdenarthrose), dann die Fingermittelgelenke (Bouchardarthrose) und weniger häufig die Fingergrundgelenke in Mitleidenschaft gezogen.

Anatomie der Hand: die Fingergelenke

Anatomie der Hand: arthrosegefährdete Fingergelenke

Treten die Beschwerden an mehreren Fingern gleichzeitig auf, spricht man von einer Polyarthrose der Finger. Männer bleiben insgesamt von der Erkrankung weitgehend verschont: Hier kennen nur drei bis vier Prozent das Problem. Wenn sich die kleinen, aber in unserem Alltag so wichtigen Gelenke entzünden, wird aus der Arthrose eine Arthritis – die Endung -itis steht in der Medizin immer für eine Entzündung. Allerdings kann ein entzündliches Geschehen vor allem in den Fingergrundgelenken und im Handgelenk auch auf einen rheumatischen Ursprung der Arthritis hindeuten. Beides ist ein typisches Anzeichen für eine Rheumatoide Arthritis, bei der das Immunsystem die eigenen Gelenke angreift, und sollte dahingehend untersucht werden.

Fingergelenksarthrose – Symptome

Die Finger fühlen sich zunächst steif an, sind vielleicht geschwollen, und bei Alltagstätigkeiten wie dem Schreiben, Knöpfen, Flaschen öffnen, Schlüssel drehen oder dem Kramen nach Kleingeld im Portmonee treten plötzlich stechende Schmerzen auf. Der Schmerz zeigt sich also zunächst bei Belastung.

Schmerzende Hand mit Arthrose bzw. Arthritis dreht einen Schlüssel

Fingerschmerzen z.B. beim Drehen des Schlüssels sind ein Anzeichen für Arthrose oder Arthritis.

Schleichend führt die ständige Reizung der kleinen Gelenke dann zu einer Entzündung und in der Folge zu Schmerzen, die auch in Ruhe nicht abklingen. Zunächst kann das periodisch auftreten, später wird die Entzündung und damit auch die Schmerzen chronisch. An einer Schwellung der Gelenkkapsel ist sie zu erkennen, und sie sollte dringend eingedämmt werden, denn die Entzündungsbotenstoffe beschleunigen gleichzeitig wiederum den Abbau des Knorpels. Auch andere äußere Kennzeichen dienen der Diagnose einer Handarthrose: Kleine Knötchen und Verdickungen, die sogenannten Osteophyten, an den Fingergelenken sind unter der Haut tastbar. Finden sie sich an den Fingerendgelenken, hören sie analog zum medizinischen Namen der hier auftretenden Arthrose – der Heberdenarthrose – auf den Namen Heberdenknötchen. Insbesondere bei der Daumensattelgelenksarthrose findet in einem späteren Stadium auch eine Verformung des Gelenks statt – die ganze Kontur des Daumenbereichs verändert sich.

Sogar hören kann man die Fingergelenksarthrose bisweilen: Knirsch- und Mahlgeräusche beim Drehen und Bewegen sind typisch für einen fortgeschrittenen Knorpelverschleiß.

Verschleiß in den Händen – Ursachen

Nach den Wechseljahren zeigen sich bei Frauen die Symptome einer Fingergelenksarthrose deutlich häufiger als vorher – hormonelle Gründe scheinen also für ihr Auftreten eine große Rolle zu spielen. Möglicherweise ist die Erschlaffung des Bandapparates rund um die Fingergelenke dafür verantwortlich. Eine gute Muskulatur hingegen schützt vor Gelenkschmerzen der Finger: Menschen, die schwer mit den Händen arbeiten, sind seltener von einer Arthrose der Fingergelenke betroffen als solche, die ihre zehn Finger nur ganz normalen Belastungen aussetzen. Eine Bürde sind bei der Handarthrose allerdings die Gene: Der Knorpelverschleiß in Fingern und Daumen ist in beträchtlichem Ausmaß vererblich.

Handarthrose und die Folgen

Über Monate oder Jahre hinweg baut der Knorpel in den betroffenen Fingergelenken immer weiter ab, wird spröde und rissig. Die Abbauprodukte rufen eine Entzündung hervor, die auf die die Bänder und die gesamte Gelenkkapsel übergreift und ihrerseits wiederum den Knorpelabbau beschleunigt – der Teufelskreis der entzündlich aktivierten Arthrose, der nur durch eine Entzündungshemmung unterbrochen werden kann. Die Gelenke verformen sich, Handbewegungen lassen sich schlechter koordinieren, der Patient kann nicht mehr so beherzt zugreifen. Schließlich kann es zu einer Totalversteifung der unterschiedlichen Fingergelenke kommen, die die Hand bei einer Polyarthrose nach und nach fast unbrauchbar macht.

Fingergelenkesarthrose – die Therapie und was Sie selbst tun können

Nur selten und im absoluten Härtefall wird eine Arthrose in den Händen operiert. Zunächst mal gilt es, die Schmerzen und das heißt meist: die Entzündung zu lindern. Die Entzündung beschleunigt den gefürchteten Knorpelabbau und droht sich zu chronifizieren. Oftmals werden dazu die herkömmlichen und frei verkäuflichen Schmerz- und Entzündungshemmer der Klasse der NSAR verwendet, deren Dauereinnahme jedoch unerwünschte Nebenwirkungen auf Magen, Darm und das Herz-Kreislaufsystem nach sich ziehen kann.

 

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Für Lyprinol® sind keine unerwünschten Nebenwirkungen bekannt.

Natürliche Alternativen brauchen etwas länger, bis sie wirken, sind dann aber nachhaltiger. Eine Reihe von einfachen Maßnahmen und Behandlungen bringt akute Hilfe:

  • Lassen Sie sich bei einer Arthrose im Daumen eine Daumenschiene anpassen, um Bewegung und damit Schmerz zunächst zu meiden. Dauerhaft sollte so einer Schiene allerdings nicht getragen werden – es droht ein Verlust der Muskulatur, der das Problem langfristig verschlimmern würde.
  • Lassen Sie sich eine manualtherapeutische Krankengymnastikeinheit aufschreiben. Die Physiotherapeutin, der Physiotherapeut wird die betroffenen Gelenke mobilisieren, bei einer Traktionsbehandlung den Gelenkspalt lockern und wieder Gelenkflüssigkeit hineinlassen sowie Übungen zur Kräftigung der umliegenden Muskulatur einsetzen.
  • Je nachdem tun Wärme oder Kälte dem geschundenen Fingergelenk gut. Das müssen Sie ausprobieren. Wärme können Sie z.B. in Form eines Bades zuführen. Wenn Sie darin mit der betroffenen Hand einen weichen Schwamm ausdrücken, ist das außerdem eine hilfreiche physiotherapeutische Fingerübung. Auch Fingerübungen in einer Schale mit warmen Kirschkernen tun gut.
  • Schwere Lasten wie z.B. Einkaufstüten sollte sie auf beide Hände verteilen und dabei nicht an den ausgestreckten Fingern hängenlassen. Eine Zwangshaltung der Finger durchs Taschentragen verhindert auch eine Einkaufstasche auf Rollen.
  • Ihre Wäscheklammern sollten ohne Federn auskommen. Das Aufdrücken schadet den arthrotischen Gelenken. Einfache altmodische Aufsteckklammern sind hier des Rätsels Lösung.
  • Wenn Sie Kartenspieler oder -spielerin sind, nehmen Sie einen Kartenhalter zur Hilfe.
  • Verwenden Sie eine Auswringhilfe, wenn es etwas auszuwringen gibt. Die Bewegung in Verbindung mit dem unvermeidlichen Krafteinsatz tut den Fingergelenken nicht gut.
  • Große Zangen oder Scheren verleihen Ihnen mehr Kraft bei weiter geöffneter Hand – auch das ist vorteilhaft für die Fingergelenke.

Es gibt noch weitere Hilfsmittel für Menschen mit Arthrose in den Händen. Googeln Sie mal nach Knopfanziehhilfen oder Griffhilfen für Messer, Kugelschreiber oder Werkzeuge.

Es gibt also so einige vielversprechende Wege, sich selbst zu helfen. Wenn Sie die genannten Punkte oder doch zumindest einen Teil davon umsetzen, können Sie die Gelenkentzündung und damit die Schmerzen in der Hand wirksam lindern, der Erkrankung ihre Schärfe nehmen und ihr Fortschreiten ein gutes Stück aufhalten. Wie wünschen Ihnen gute Besserung!

Bei Fragen zögern Sie nicht, uns unter Tel 02174 307 62 27 oder info@lyprinol.dezu kontaktieren.

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Bild 1: shutterstock/Lambros Kazan, Bild 2: shutterstock/Dany Fung

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