In der Weihnachtsbäckerei: Gesunde Plätzchen für eine entzündungshemmende Ernährung

Scrollen Sie nach unten, um gleich zum Rezept zu gelangen.

Gemütliches Plätzchenbacken gehört zur Vorweihnachtszeit genauso wie der Adventskalender und Weihnachtsmärkte. Auch wenn Sie aufgrund einer Gelenkerkrankung wie Arthritis bzw. aktivierte Arthrose oder Rheuma Wert auf eine entzündungshemmende Ernährungsweise legen, brauchen Sie auf die festlichen Leckereien nicht zu verzichten. Viele Plätzchenrezepte können ganz einfach in eine vollwertige Variante, die sich für eine entzündungshemmende Ernährung eignet, abgeändert werden. Oder Sie backen für sich und Ihre Liebsten einfach unsere leckeren Walnusshappen (siehe Rezept unten) nach. Die Kekse können Sie ohne Reue genießen, wobei natürlich auch hier gilt: Auf die Menge kommt es an! Denn wie andere Plätzchen und Süßigkeiten enthält auch vollwertiges Gebäck in der Regel so einige Kalorien und Zucker. Da bietet es sich doch an, den ein oder anderen schönen Winterspaziergang mehr zu machen oder den Schlitten rauszuholen (sofern denn mal Schnee fällt). Die Bewegung schmiert den Knorpel und weist den Winterspeck in seine Schranken, ehe er zusätzlich auf den Gelenken lastet.

BACKEN BEI RHEUMA – WEIHNACHTLICHE ZUTATEN FÜR GESUNDE PLÄTZCHEN

So einige in der Weihnachtsbäckerei beliebte Zutaten schmecken nicht nur lecker, sondern können sogar positive Effekte auf Entzündungsvorgänge, auch in den Gelenken, haben:

  • Walnüsse: Sie sind reich an wertvoller Alpha-Linolensäure, einer Omega-3-Fettsäure, die im weiteren Stoffwechsel antientzündliche Wirkung haben kann. Neben der positiven Wirkung auf das Entzündungsgeschehen können Omega-3-Fettsäuren zudem Werte des Fettstoffwechsels (Gesamt- und LDL-Cholesterol) sowie die Fließeigenschaften des Blutes verbessern. Gesunde Alleskönner eben!
  • Vollkornmehl: Zugegeben, das übliche Weißmehl wird in der Regel bevorzugt. Dennoch lohnt sich der Griff zur Vollkornvariante, deren volleren Geschmack viele nach einiger Zeit dann auch gar nicht mehr missen wollen. Außerdem ist die Fülle an gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen einfach unschlagbar. Neben verdaulichen Kohlenhydraten, Ballaststoffen und Eiweiß liefert Vollkornmehl zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe, darunter Vitamin E, Kupfer und Zink mit positivem Einfluss auf das Entzündungsgeschehen. Tipp: In den meisten Rezepten kann helles Mehl ganz einfach gegen Vollkornmehl ausgetauscht werden. Verwenden Sie zum Backen am besten Weizen- oder Dinkelvollkornmehl und geben Sie (je nach Rezept) ein kleines bisschen mehr Flüssigkeit zu, da der Teig etwas mehr quellen muss.
  • Getrocknete Cranberrys: Ihr säuerlich-süßer Geschmack ist der Grund für ihre Beliebtheit in Gebäck und Plätzchen. Außerdem enthalten Cranberrys aber auch Phenolsäuren und Gerbstoffe, die möglicherweise antioxidative und antientzündliche Eigenschaften besitzen.
  • Haferflocken: Sie liefern zahlreiche B-Vitamine und das fettlösliche Vitamin K, das an der Regulation der Knochenbildung beteiligt ist und für die Blutgerinnung benötigt wird. Zusätzlich sind aber auch viele Mineralstoffe enthalten: Eisen sowie Magnesium, aber auch Zink und Kupfer, die die Entzündungshemmung unterstützen. Auch hier am besten die Vollkornvariante verwenden!
  • Zimt: In der Naturheilkunde wird Zimt gerne aufgrund einer möglichen entzündungshemmenden und schmerzstillenden Wirkung eingesetzt. Auch wenn wissenschaftliche Studien diese Wirkung im Menschen noch nicht bestätigen konnten, ist Zimt einfach lecker und gehört zur Weihnachtsbäckerei dazu. Es werden dabei zwei Zimtarten unterschieden: Ceylon-Zimt und Cassia-Zimt. Wählen Sie hier den (etwas teureren) Ceylon-Zimt, denn Cassia-Zimt enthält höhere Mengen von Cumarin, das in bestimmten Dosierungen Leberschäden verursachen kann.
  • Zartbitterschokolade: Sie enthält die sogenannten Flavanole, eine Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe mit zahlreichen positiven Wirkungen für die Gesundheit. Neben einer entzündungshemmenden Wirkung werden blutdrucksenkende Eigenschaften und positive Effekte auf das Herz-Kreislaufsystem diskutiert.

SCHÜRZE UM UND LOS GEHT’S – UNSERE WALNUSSHAPPEN SCHMECKEN NICHT NUR BEI ARTHROSE, ARTHRITIS, RHEUMA (REZEPT FÜR ETWA 40 STÜCK)

Zutaten

  • 100 g (Rohrohr-)Zucker
  • 2 Päckchen Vanillezucker
  • 125 g Margarine (am besten eine mit Rapsöl)
  • 1 Ei
  • 50 g Weizenvollkornmehl
  • 1 TL Backpulver
  • ½ TL gemahlener Zimt
  • 120 g gemahlene Walnüsse
  • 150 g feine Vollkornhaferflocken
  • 100 g Zartbitterschokolade

Zubereitung:

  1. Margarine, Vanillzucker und Zucker mit dem Handrührgerät vermengen. Je nach Geschmack können Sie Rohrohrzucker verwenden, der zwar nicht wesentlich mehr Nährstoffe mitbringt, aber den Vorteil hat, dass er nicht gebleicht sowie oft biologisch angebaut und fair gehandelt ist. Dann das Ei unterrühren, das Vollkornmehl mit dem Backpulver und Zimt dazugeben und alles zu einem Teig vermischen.
  2. Die gemahlenen Walnüsse und die Haferflocken auf den Teig geben und mit dem Handrührgerät oder den Händen unterkneten.
  3. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Mit Hilfe von Teelöffeln den Teig in walnussgroße Häufchen – mit genügend Abstand – auf das Backblech setzen.
  4. Den Backofen auf 180°C (160°C bei Umluft) vorheizen und die Walnusshappen 10 –15 Minuten goldbraun backen, anschließend abkühlen lassen.
  5. Zartbitterschokolade in einem Wasserbad schmelzen lassen und die abgekühlten Plätzchen verzieren, z.B. indem Sie die flüssige Schokolade in einem dünnen Strahl vom Löffel tropfen lassen (siehe Foto). Ihrer Kreativität sind da aber keine Grenzen gesetzt!

Dr. Verena Geurden

Unsere Gastbloggerin Verena Geurden ist promovierte Ernährungswissenschaftlerin, zudem DGE-zertifizierte Ernährungsberaterin und Kursleiterin für das Gewichtsreduktionsprogramm „ICH nehme ab“ der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Außerdem arbeitet sie als freie Fachjournalistin. So kommt es auch, dass sie nun bei uns regelmäßig Tipps für eine entzündungshemmende Ernährung gibt, die bei Gelenkpatienten mit aktivierter Arthrose bzw. Arthritis oder Rheuma Schmerzen lindern und die Beweglichkeit verbessern kann.

Persönlich erreichen Sie Dr. oec. troph. Verena Geurden in ihrer Praxis für Ernährungsberatung und -therapie in Leverkusen: www.ernaehrung-geurden.de

Oder aber Sie treffen sie beim Yoga oder bei Spaziergängen mit ihrem Hund, die unternimmt sie nämlich, wenn sie nicht gerade Ernährungspläne entwickelt, beim Abnehmen motiviert, sich weiterbildet oder Blogartikel schreibt 🙂


Schlagwörter: ,